Hallo Vicky,
angefangen hat alles mit blöden Rückenschmerzen. Wegen meiner beruflichen sitzenden Tätigkeit habe ich gedacht, ich hätte mich mal wieder verdreht, was zu den Schmerzen geführt habe. Sie sind ja auch immer von alleine weggegangen. In 12/2012 war es aber dann so schlimm, dass ich zum Hausarzt gegangen bin, um mir ne Spritze zu holen. Gespritzt hat er mich zwar, nur es hat nix genützt. Zum Glück hat er gleich eine Blutprobe entnommen, und die sah ziemlich schlimm aus (HB unter 6!). Mit dem Begriff Myelom konnte ich da noch nichts anfangen. Er hat mir schnellstens einen Termin bei der Onkologin in Brühl verschafft.
Von da an ging es Schlag auf Schlag. Das schlimmste an den Schmerzen war, dass ich nicht mehr flach liegen und nur noch im Sitzen schlafen konnte. Zudem traten die stechenden Schmerzen immer dann auf, wenn ich mich unvorsichtig bewegte.
Von der Konsultation des Hausarztes bis zur Einweisung in die Uniklinik vergingen einschließlich einer zwischenzeitlichen Hüftknochenbiopsie nur 12 Tage. Und die Ärzte in der Uniklinik haben sofort die kritische Situation meiner Wirbelsäule durch ein sofort gemachtes CT festgestellt (Abbruch der Rippe vom Wirbel im Bereich des BWK 7, erhebliche Verweichlichungen an der gesamten WS, besonders im Bereich LWK 1 + 2 (also da, wo der Schmerz herkam)).
Um mich dann schmerzfrei zu machen, haben sie mir während der ersten drei aufeinander folgenden Chemozyklen 4 (!) verschiedene Schmerzmittel verpasst, darunter 2, die unter das BTM-Gesetz fallen. Eine OP konnte erst nach Abschluß dieses Chemoblocks durchgeführt werden, was auch passierte.
Wie geschrieben bin ich seitdem schmerzfrei. Ich merke zwar die operierte Stelle bei bestimmten Bewegungen, aber dagegen erhalte ich seit einigen Wochen Physio, was wirklich gut hilft.
Zum Glück haben die Docs es offensichtlich bei mir geschafft, noch gerade rechtzeitig das Erforderliche in Angriff zu nehmen. Ein wenig Sorgen mache ich mir um die übrigen Verweichlichungen an den Wirbeln, weil das letzte MRT zwar keine Verschlechterung, aber leider auch keine Verbesserung der Lage zeigte. Werde nun nach weiteren drei Monaten ein erneutes MRT anfordern. Vielleicht kann man dann schon eine Verbesserung erkennen...
Ich wünsche Dir, liebe Vicky, dass Du in gute Hände kommst, wo Dir dauerhaft geholfen werden kann. Vor allem finde ich eine positive Schmerzbehandlung sehr wichtig, um mit der eigentlichen Krankheit besser umgehen zu können.
LG Klaus