Hallo Ma,
die Frage ist ja auch:
"Was wird von den Kassen genehmigt ?"
Man kann nicht einfach zum Onkologen sagen, jetzt gibt mir mal Velcade, Revlimid und Carfilzomib als Ersatz für eine HD mit autologer SZT, weil ich diese nicht will.
Wenn man keine HD mit SZT machen kann oder will, dann ist heute der maximale normale Standard immer noch z.B. niedrigdosiertes Melphalan mit Velcade und Dexa und das monatlich über viele Zyklen bis zu einem Jahr dauernd. Das geht auch aufs Knochenmark über die Dauer.
Eventuell sind wir bald soweit in Europa, daß für die Erstlinientherapie ganz auf Melphalan und andere klassische Zytostatika verzichtet wird und nur die neuen Medis in Kombination XYZ eingesetzt werden. Da bedarf es noch der Zulassung und der Zustimmung der jeweiligen Krankenkasse.
Wenn man die Chance wahrnehmen will mit etwas Glück für mehrere Jahre ohne weitere Therapien und Medis gut und weitestgehend normal leben zu können, dann ist auch heute noch die HD mit anschließender autologen SZT die "beste Wahl".
Ich kenne auf die schnelle keine Statistiken, daß mit alleiniger Gabe der neuen Medis lange und totale Remissionen über 3, 4 , 5 ,6 , 7 oder mehr Jahre erreicht werden ohne Anwendung von klassischen Zytostatika und ohne ständige Medikation in der Remissionszeit.
Die neuen Medis sind schön und gut, aber der Haken ist eventuell, daß diese nur Remissionen von kurzer Zeit erzeugen, wenn man nach Abschluß der Therapiezeit keine neuen Medis ständig zur Erhaltung weiternimmt.
Hier sind noch eine Menge Dinge zu klären weil es bei den neuen Medis noch zu wenig Langzeiterfahrungen gibt.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com