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abifiz antwortete auf Pollonium-Ergebnis aus Jülich da!
23 Juni 2013 19:51
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Hallo Vicky.


Ich verstehe ja das Bemühen nach der Suche nach "schlimmen Ursachen", weil ich den Menschen gut versteh'; weiß, wie er psychisch "funktioniert".

So lange dieser Energie-Einsatz relativ unschädlich ist, versuche ich wegzuschauen und gewähren zu lassen. Und wie ich mehrmals schrieb, geht von solchen "speziellen" psychischen Besetzungen und Handlungen auch eine positive allgemeine Wirkung aus: Sie vermitteln das Gefühl, aus Ohnmacht auszutreten, aktiv werden zu können und dürfen, selber bedeutsame Entscheidungen zu treffen. Das stärkt den Betroffenen.

Allerdings steht dies in einem schwierigen Konkurrenzverhältnis mit der persönlichen Hintergrund-Aufgeregtheit, die damit auf einem beträchtlichen Pegel gehalten wird. Im Einzelfall mag freilich die mobilisierende, ohnmachtüberwindende Wirkung durchaus überwiegen.

Anders verhält es sich, wenn die Überhöhung der "unklaren üblen" Bedrohungen weiterverfolgt wird.

In dieser Gefahr befindest Du Dich leider tendenziell. Es wächst damit eine nicht nur unterflurige hohe Panikbereitschaft für Dich und für Leser heran, die in keinem Verhältnis mehr stünde mit den psychischen Gratifikationen und Gewinnen aus dem Ausagieren. Sie würde allmählich arg schädlich.

Zu Deinen Polonium-Werten: Sie sind niedriger als die allgemeine Exposition der Gesamtbevölkerung, die bei einer effektiven durchgängigen realalltäglichen Exposition von 2,4 mSv pro Jahr liegen, plus der als zulässig angesehenen maximalen zusätzlichen jährlichen Belastung von effektiven 2,2 mSv bei Erkrankten durch Röntgendiagnostik und -therapie, plus der von der internationalen Strahlungskommission als durchaus noch hinnehmbar (sehr, sehr konservativ niedrig berechneten!) definierten allgemeinen Spielraumspanne von 1,0 mSv (insgesamt 5,6 mSv).

Zum Vergleich:

Zwei Wochen am Strand in der Sonne im Süden mit langer Freiexposition bewirken ca. 1 mSv zusätzlich jährlich.

Zwei Wochen über 2.700 Meter Meereshöhe mit langer Freiexposition ohne Atemmasken ca. 1 mSv zusätzlich jährlich.

Schwächeres Rauchen und Sich-unter-Rauchern-Aufhalten 2 mSv zusätzlich jährlich.

Stärkeres Rauchen etc. 5 mSv zusätzlich jährlich.

Starkes Rauchen etc. 7,5 mSv zusätzlich jährlich.

Noch stärkeres (extremes) Rauchen etc. 8,7 mSv zusätzlich jährlich.

Ganzjährliche Tätigkeit als Verkehrspolizist im Freien an Kreuzungen ohne Atemmaske (wie in manchen Ländern immer noch üblich) 4 bis 7 mSv zusätzlich jährlich, je nach Eigenart des Verkehrs.

(Sonstige völlig andersgeartete Schädigungen durch die erwähnten Tätigkeiten nicht dabei berücksichtigt. Alle Werte auch auf die spezifische Inkorporation von Polonium 210 bezogen.)

Für irgendeine Alarmierung und Panik in Deinem Fall (und für den Leser) besteht nicht der geringste Anlaß.

Es muß doch keineswegs beunruhigen, daß die Entstehung des MM nicht an einem spezifischen "üblem" Feind mit laut herauszurufenden Namen, Adresse und Profil festzubinden ist! Das eröffnet die befreiende und entlastende Chance, sich selber ganz entschieden auf seine Behandlung, Einhegung, vielleicht eines Tages Überwindung zu konzentrieren!


abifiz


Pollonium-Ergebnis aus Jülich da! wurde erstellt von Vicky1964
23 Juni 2013 17:55
  • Vicky1964
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Der Wert ist Po-210 <2,5E-0,3 (Bq/d), also unterhalb des bedenklichen Wertes, aber dennoch, habe ich Po aus unserem Haus aufgenommen.
Was der Wert bzgl. meiner MGUS-Erkrankung bedeutet, werde ich mir von der Uni Heidelberg und dem Bundesamt für Strahlenschutz mitteilen lassen.
In Jülich sind nur Kernwissenschaftler und keine Ärzte beschäftigt, die Auskunft geben können.