Hallo Evi,
das ist auch von Einrichtung zu Einrichtung sehr unterschiedlich. Es gibt Patienten, die wurden nur bei Diagnose punktiert. Mein Mann wird in Würzburg recht häufig punktiert. Da gehen die Meinungen hier recht weit auseinander. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass trotz engmaschiger Kontrolle vielfältigster Myelomparameter ein Rezidiv nicht in dem Ausmaß erkennbar war :bang:
Die Aussagekraft einer Punktion hängt auch von der Art des Befalls ab, ob eher herdförmig oder difus. Wenn gerade neben so einem Herd punktiert wird, macht es womöglich den Eindruck, als wär alles in Ordnung. Umgekehrt kann aber theoretisch ein Rezidiv im Knochenmark schon eine Weile früher erkannt werden, als im Blut. Bei einer normalen Therapie halte ich das nicht für so dringlich, weil man sowieso nicht gleich bei den ersten Anzeichen eines Rezidivs neu therapieren würde, außer man denkt vielleicht noch über eine Erhaltungstherapie nach. Nach Allo wertet man das dann doch anders, weil z.B. Spenderlymphozyten am meisten Erfolg versprechen, wenn die Tumorlast noch möglichst gering ist.
LGe
Monika
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