seiser schrieb: haben sofort mit chemo begonnen....diagnose plazmozytomleukemie....also übergreifen auf blut
kann sich der krankheitsverlauf in so kurzer zeit so verschlechtern?
Hallo Seiser,
du schreibst von der Diagnose "plasmozytomleukemie" und das ist wohl die "Plasmazell-Leukämie" , eine eher in fortgeschrittenem Stadium auftretender Effekt bei dem die Myelomzellen vermehrt vom Knochenmark ins Blut wandern.
Es kommt jetzt drauf an wieviele Myelomzellen pro Mikroliter Blut vorhanden sind. Bei mehr als 20000 Myelomzellen / Mikroliter Blut spricht man von einer akuten Plasmazellleukämie.
Das wäre dann, man muss es leider sagen eine eher aggressive Art des Myeloms. Deshalb eventuell das schnelle Fortschreiten in wenigen Monaten.
Du musst die Onkologen mal fragen wieviele Myelomzellen pro Mikroliter Blut beim letzten Bluttest vorhanden waren. Sind es nur paar Hundert oder bis z.B. 2000 dann ist es noch eine "moderate Plasmazell-Leukämie".
Außerdem müssen die Onkologen differentialdiagnostisch abklären, ob es sich um eine primäre oder durch das Myelom um eine sekundäre Plasmazell-Leukämie handelt.
Übrigens habe ich gelesen, daß Bortezomib (Velcade) bei sekundärer Plasmazell-Leukämie selbst bei schon stark reduziertem Blutbild (Rote Blutkörperchen und Thrombozyten stark unter Normwert) gut wirken kann und das Blutbild wieder normal wird.
Also solltest du mit den Onkologen eine Einbeziehung von Bortezomib in das Chemo-Schema befragen, wenn es nicht sowieso schon verwendet wird.
Meine Aussagen sind natürlich nur als eventueller Hinweis zu sehen und nicht als Ersatz einer ärztlichen Aussage und schon gar nicht als "Ferndiagnose", denn das kann ich nicht wegen mangelnder Unterlagen und weil ich kein Onkologe bin.
Aber du weißt jetzt, was du abklären musst und was du mit den Onkologen absprechen solltest.
Aber eventuell haben sie dir ja auch schon alles so gesagt wie ich es eben getan habe und dann ist dies nichts Neues für dich.
Alles Gute und viel Kraft für Dich und deine Mutter
LG
Rudi