Hallo Harald,
ich finde es nicht einfach per Mail Tipps zu Deinem SV zu verteilen, da eine individuelle Therapie von vielen Faktoren abhängt. Meine Mutter war bei Ihrer erst-Diagnose auch 72 Jahre und in einem sehr gutem Allgemeinzustand. Bei Ihr war es ein Zufallsbefund im Rahmen eines Gesundheit-Check ups. Da die Blutwerte noch gute waren hat man erst einmal nur sog. Watchful Wainting gemacht. Also Laborwerte halbjählich gecheckt und Bisphosphonatinfusionen verschrieben, die kriegt sie jetzt seit 6 Jahren. Vor 1,5 Jahren haben sich die Werte verschlechtert, was aber viel wichtiger war, man therapiert ja keine Werte sondern Menschen, sie war chronisch sehr müde und schwach.
Dann hat man mit einer Trippeltherapie gestartet (Melphalan, Prednison und Thalidomid) diese erst trippeltherapie war möglich da eine Studie bei Primärtherapie und ihrenm Alter eine längere progressfreie Zeit zeigen konnte. Auf besseres Überleben war die Studie meines Wissens nicht ausgelegt (zu kurz, zu wenig Patienten für die Statistik).
Die Therapie war hart und eigentlich zur falschen Jahrezeit (im Winter) meine Mutter war ständig krank, aber die Werte haben sich immer mehr verbessert. Nach einigen Monaten nimmt sie nur nur Thalidimid und die Bisphosponatspritzen und die Laborwerte sind stabil.
1. Muss Dein Vater unbedingt jetzt schon therapiert werden oder kann man noch warten.
2. Das o.g. Schema hat zumindest bei meiner Mutter gut geholfen und die ersten 5 Jahre ohne Chemotherapie bedeuteten deutlich mehr Lebensqualität.
LG
Simone