Hallo Nina,
ein Ausschlusskriterium für eine Studie bei deinem Vater ist - denke ich - dass sein Myelom als asekretorisch beschrieben wird. Zu dem Thema Studien und asekretorisch es MM gab es erst kürzlich eine Diskussion im englisch sprachigen Myeloma Beacon Forum. So wie ich das deinen Angaben entnehme sind bei deinem Vater nur die Leichtketten erhöht, nicht die Schwerketten (IgA, IgG etc.). Dies führt glaube ich deshalb zum Ausschluss bei manchen Studien, weil eben diese Erhöhung nicht nur ein Einschlusskriterium ist, sondern diese Werte auch sehr einfach kontrolliert werden können - ein Ansprechen oder nicht auf die Medikamente ist leicht festzustellen.
Genau die Chemo, die dein Vater jetzt erhalten wird, bekam mein Lebensgefährte auch direkt nach der Diagnose - vor fünf Jahren, damals noch im Rahmen einer Studie. Er hatte fast keine Nebenwirkungen dadurch, sogar die Haare blieben dran und er kam schon vor der Hochdosis Chemo in eine nahezu komplette Remission. Deswegen mach dir keine Gedanken wegen Studie oder nicht.
Wie Gisela schon geschrieben hat, es gibt mittlerweile etliche bereits zugelassene Chemos die wirksam und gut verträglich sind.
Tröste dich - am Anfang waren die vielen Begriffe für fast alle von uns noch ein großes Fragezeichen. Hier kannst du immer fragen und bekommst Antwort.
Herzliche Grüße
Caro