Bei der Erstdiagnose ausserhalb von Studien wird die KM-Biopsie oft nur gemacht um den Plasmazellanteil im KM zu ermitteln. Oft wird da noch gar kein FISH Test unternommen (kostet ja auch Geld !)
In dem Bericht steht ja folgendes:
Von den untersuchten Patienten hatten 24 % Hochrisiko-Gen-Veränderungen.
Von allen untersuchten Patienten hatten 15% Hochrisiko-Veränderungen und Trisomien gleichzeitig.
Also kann man ableiten, daß ca. 9% von allen MM Patienten Hochrisiko Veränderungen
ohne Trisomien haben.
Diese ca. 9% (grob 10%) von allen MM Patienten haben dann ein aggressiveres Myelom mit schlechter Prognose für EFS und OS.
(Ereignisfreies- und Gesamt-Überleben)
Das heißt auch, daß ca. 91 % (grob 90%) aller MM Patienten Hoffnung auf längeres ereignisfreies und Gesamtüberleben haben können
Man hat ermittelt, daß ca. 55-60 % aller myelom Patienten eine oder mehrereTrisomien haben.
Das würde auch stimmen im Verhältnis der 24% zu 15% bei den Hochrisikopatienten.
15 sind ungefähr 60% von 24.
Also haben ca. 60% von allen Hochrisikopatienten eine oder mehrere Trisomien.
Das passt ins Gesamtbild!