Hallo,
heute habe ich noch mal telefonisch Rücksprache mit dem Onkologen, der die Biopsie veranlasst hat gehalten. Er hat mir gesagt, ein Plasmocytom Herd an der Schädelkalotte kann für das Gehirn gefährlich werden und manchmal schubartig schnell wachsen. Darum ist eine Biopsie besser als eine erneute radiologische Kontrolle in 3 Monaten, wie es der Radiologe in seinem Bericht empfohlen hat.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird über eine Bestrahlung des etwa 1 cm großen Herdes nachgedacht werden.
Der Radiologe sagt aber nach wie vor, es könne auch ein Artefakt sein, da der Herd im MRT einige Wochen vorher nicht gesehen wurde. Der Onkologe meint dazu, ein 1 cm großer Herd im CT würde zwar meist im MRT auch sichtbar sein, müsse aber nicht.
Per Mail habe ich mir eine Zweitmeinung bei einem anderen Onkologen geholt, der sagt, bei der Nutzenrisikobewertung für eine Entscheidung zu einer Bisphosphonat - Terapie sei eine Biopsie nicht zwingend erforderlich. Aber nun scheint es ja wohl nicht mehr nur um die Entscheidung zu einer Bisphosphonat - Therapie zu gehen, sondern es steht plötzlich eine Bestrahlung im Raum.
Wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen oder ist die Gefahr wirklich so groß?
Ich bin also weiterhin furchtbar Ratlos. Hat jemand von Euch schon mal so einen Herd in der Schädelkalotte gehabt, der bestrahlt werden musste?
Ich wäre Euch sehr dankbar über einen Erfahrungsbericht oder einen Rat.
Meinen Termin zur Biopsie für morgen werde ich wohl erst mal zwecks Klärung verschieben. Das erlaubt der Onkologe zwar, sagt mir aber, ich solle schnell eine Entscheidung treffen.
Liebe ratlose Grüße an Euch alle.