gast schrieb: Hallo Stefan,
danke für deine schnelle Reaktion.
Darf ich fragen wie alt du bist?
Hattest du auch Kochenschäden?
Ist die Stammzellentherapie wirlich so sehr schlimm?
Wie hast du die Vorbehandlung mit dem vielen Cortison so vertragen?
Jetzt geht es dir gut?
So viele Fragen?
lieben Gruß
Margit
Hallo Margrit,
klar darfst Du fragen.
Ich bin jetzt 51, war bei der Diagnose 2006 also 46 und hatte bisher keine Knochenläsionen.
Über die Stammzellentransplantationen habe ich, wie Rudi auch, ein Tagebuch geführt, das Du unter
www.melcher-holzminden.de
aufrufen kannst. Kannst Dir ja mal die Unterpunkte Stammzellentransplanation anschauen und mal vergleichen, wie unterschiedlich ich das jeweils erlebt habe. Das meiste spielt sich im Kopf ab!
Zum Corstison: Wenn man weiß, dass man die erste nacht nach Einnahme nicht schlafen wird und dass man beim Absetzen nach einigen tagen sich fühlt als hätte man 25 Tassen Kaffee getrunken, hat man schon einmal das meiste eingeordnet. Der Appetit und damit man selbst nimmt zu. Ansonsten war ich unter Cortison immer sehr gut drauf...ist fast wie ein Stimmungsaufheller, dafür ist dann der Unterschied beim Aussetzen etwas krass. Aber man gewöhnt sich dran.
da ich zu der schwereren Rasse mensch gehöre wurde ich nach dem dritten Zyklus für 2 MOnate zum Diabetiker und musste Insulin spritzen lernen und entsprechend mich verhalten. das ist aber alles wieder weggegangen nachdem die Cortisonphase vorbei war.
Seit 2008 gehte s mir ziemlich gut, ich arbeite normal in meinem Beruf, bin etwas schneller müde, neige zu schnelleren Infekten und bin immer noch viel zu "dick", was ich irgendwann mal ändern muss. Allein der Antrieb dazu...
Also zusammenfassend: Seit mehr als 5 Jahren immer noch relativ normal im Leben stehend. Ich hoffe, das geht auch so weiter.
Bei Velcade kann es, wie Rudi schon gesagt hat, zu Nervenschmerzen oder Taubheit kommen. Gleich Bescheid sagen (hab ich auch gemacht), dann kann man die Dosis auf ein verträgliches Mass reduzieren. Bei mir waren es 20% weniger, dann ging es. Und übrigens: IN einer Studie bist Du sehr gut aufgehoben, weil man Dich viel intensiver begleitet als sonst.
So, bitte immer weiter fragen, egal wie doof dir die Fragen erscheinen.
Viele liebe Grüße
Stefan