Lieber Peter,
ich denke, da wird deine Mutter nicht um eine baldige Therapie herumkommen.
Meine Werte waren damals erheblich niedriger, lediglich Stadium IIA , auch keine Knochenmanifestationen und man hat dennoch begonnen mit der Initialchemo (weil innerhalb weniger Wochen sich die Gammaglobulinwerte verdoppelt hatten) und nachfolgend dann die Stammzellöensammlung und anschließende Tandem(2Mal)transplantation eigener Stammzellen.
Das ist anstrengend, aber im Laufe der Zeit, auch mit langsam besser werdendem Wissen zu verkraften.
Auch mir war bei der ersten Transplantation sehr mulig. Im Nachhinein und nach der zweiten muss ich sagen, dass der größte Anteil davon die Besorgnis und Unkenntnis der Abläufe waren. Da spielt dann oft das Kopfkino hinein.
Beim zweiten Anlauf an selber Stelle, wenn man Abläufe, Personal und Ort der Behandlung kennt, war es ganz anders!
In Heidelberg seid Ihr jedenfalls was die Kompetenz betrifft sehr gut aufgehoben.
Ich habe ein tagebuch geschrieben während der Chemozeit, ziemlich minutiös. Da kann man mal nachschauen unter :
www.melcher-holzminden.de
Es hilft manchmal zu wissen, dass Unnormales vollkommen normal bei einer schweren Behandlung ist.
Alles Gute und viele Grüße
Stefan